Mitarbeiter
Am 31. Dezember 2008 beschäftigte der Bayer-Konzern weltweit 108.600 Mitarbeiter (Vorjahr: 106.200). Dies sind 2.400 mehr als am 31. Dezember 2007. Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen ist im Wesentlichen auf unsere Akquisitionen sowie den Ausbau unserer Organisation in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) sowie weiteren Wachstumsmärkten zurückzuführen. Gegenläufig wirkten unter anderem Personalrückgänge im Rahmen der Integration von Schering. In Deutschland haben wir 37.400 Mitarbeiter, dies entspricht einem Anteil von 34,4 % am Gesamtkonzern.
Zum Stichtag 31. Dezember 2008 beschäftigten wir bei HealthCare 53.100 Mitarbeiter (Vorjahr: 51.500). Hierin sind erstmals die 300 Mitarbeiter aus der Akquisition der Possis Medical, Inc. in den USA, 600 Mitarbeiter aus dem Topsun-Erwerb in der Region Asien/Pazifik sowie die 600 Beschäftigten von Sagmel in Europa enthalten. Bei CropScience arbeiteten zum Jahresende 2008 weltweit 18.300 Mitarbeiter (Vorjahr: 17.800). MaterialScience beschäftigte 15.100 Arbeitnehmer (Vorjahr: 15.400). Darüber hinaus sind im Bayer-Konzern 22.100 (Vorjahr: 21.500) Beschäftigte den Service-Gesellschaften und der Holding zugeordnet. Der Personalaufwand sank im Jahr 2008 um 1,1 % auf 7.491 MIO € (Vorjahr: 7.571 MIO €).
Mitarbeiter-Kennzahlen | 31.12.2007 | 31.12.2008 |
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| | in FTE | in FTE |
Mitarbeiter pro Region | | |
Europa | 56.200 | 55.500 |
Nordamerika | 16.800 | 17.000 |
Asien/Pazifik | 18.900 | 20.800 |
Lateinamerika/Afrika/Nahost | 14.300 | 15.300 |
Mitarbeiter nach Funktion | | |
Produktion | 48.800 | 49.100 |
Marketing | 36.900 | 38.000 |
Forschung | 11.600 | 12.300 |
Verwaltung | 8.900 | 9.200 |
Gesamt | 106.200 | 108.600 |
davon Auszubildende | 2.700 | 2.900 |
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Aus- und Weiterbildungskosten als Prozentsatz der Personalkosten | 2,0 | 2,7 |
Prozentsatz an Frauen im oberen Management des Bayer-Konzerns | 4,3 | 4,7 |
Anzahl der Nationalitäten im oberen Management des Bayer-Konzerns | 16 | 23 |
Die Anzahl der Mitarbeiter (Festanstellungen und befristete Arbeitsverhältnisse) wird in Vollzeitbeschäftigte (FTE) umgerechnet dargestellt. Teilzeitbeschäftigte werden dabei gemäß ihrer vertraglichen Arbeitszeit proportional berücksichtigt. Wir sind der Auffassung, dass diese Darstellung die Vergleichbarkeit von Personalaufwand und Mitarbeiterzahlen erhöht. |
Der wirtschaftliche Erfolg unseres Konzerns beruht entscheidend auf dem großen Engagement aller Mitarbeiter. Es gilt daher, Leistungsfähigkeit und Qualifikationen unserer Beschäftigten durch kontinuierliche Weiterbildung, weltweite Personalentwicklungsprogramme und ein gesundes Arbeitsumfeld zu fördern. Flexible Arbeitszeitmodelle erlauben es unseren Beschäftigten, berufliche und private Interessen miteinander zu vereinbaren. Wir haben darüber hinaus verschiedene Maßnahmen und Projekte eingeleitet, um den Auswirkungen des demografischen Wandels in vielen Ländern frühzeitig zu begegnen und passgenaue Antworten für unser Unternehmen zu entwickeln.
Unsere Personalpolitik folgt der Überzeugung, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung einander bedingen. Wir bieten unseren Beschäftigten daher nicht nur vielfältige berufliche Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten sowie eine leistungs- und marktgerechte Vergütung mit zahlreichen Zusatzleistungen, sondern auch ein hohes Maß an sozialer Absicherung. So sind sämtliche unserer weltweiten Mitarbeiter entweder gesetzlich krankenversichert oder können entsprechende Angebote des Unternehmens nutzen. 80 % der Beschäftigten haben zusätzlich Zugang zu einer Form der betrieblichen Altersvorsorge. Die Arbeitsbedingungen von fast 60 % unserer weltweiten Mitarbeiter sind überdies durch kollektive Regelungen wie Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen festgelegt. In Deutschland sichern wir die Arbeitsplätze unserer Beschäftigten bereits seit Jahren durch Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretern, durch die betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind. Die derzeitige Regelung läuft noch bis Ende 2009.
Mitarbeiter-Beteiligung
Die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg ist traditionell ein wesentliches Element unserer Personalpolitik. Für das Geschäftsjahr 2008 sind im Rahmen unseres konzernweiten Short-Term-Incentive-(STI)-Programms ca. 475 MIO € an variablen Einmalzahlungen an unsere Beschäftigten vorgesehen, die im Jahr 2009 zur Auszahlung gelangen. Für das weltweit einheitliche STI-System für die Beschäftigten im leitenden Bereich beschloss der Holding-Vorstand im Berichtsjahr eine grundlegende Neugestaltung. Ziel der ab 2009 wirksamen Neuerungen ist es, das STI-System für die rund 18.000 Teilnehmer noch transparenter zu gestalten und die persönliche Leistung stärker als bislang zu honorieren.
Im Jahr 2008 setzten wir die 2007 begonnene internationale Einführung des neu konzipierten Aktienprogramms „BayShare“ fort und erweiterten damit unser Engagement auf diesem Gebiet der Vergütungspolitik. Seither können neben den Beschäftigten in Portugal, Spanien, Italien und in den Niederlanden auch die Mitarbeiter in Finnland und Belgien mit diesem Programm vergünstigt Unternehmensanteile erwerben. Daneben bieten wir unseren Mitarbeitern in vielen weiteren Ländern mit lokalen Programmen die Möglichkeit, Bayer-Aktien zu Sonderkonditionen zu erwerben und so auf zusätzliche Weise am Unternehmenserfolg teilzuhaben. Dem oberen und mittleren Management bieten wir mit „Aspire I und II“ bereits seit 2005 vielfach anerkannte und konzernweit einheitliche aktienbasierte Vergütungsprogramme (vgl. dazu Konzernabschluss, Anhang, Nr. [26.6]).
Ausbildung und Nachwuchsförderung
Die Ausbildung junger Menschen ist nicht nur Teil unserer sozialen Verantwortung als bedeutender Arbeitgeber, sondern auch eine nachhaltige Investition in die Zukunft des Unternehmens. Wir haben daher auch im Berichtsjahr unsere weltweiten Aktivitäten zur Ausbildung und Rekrutierung künftiger Fach- und Führungskräfte auf unverändert hohem Niveau fortgesetzt. In Ländern, in denen es duale Ausbildungsgänge gibt, bieten wir entsprechende Stellen an. So begannen an unseren deutschen Standorten im Jahr 2008 über 900 Jugendliche eine Berufsausbildung, in den dualen Ausbildungsgängen in Mexiko starteten über 80, in Argentinien rund 30 und in China mehr als 20 junge Menschen bei Bayer in den Beruf.
Der bedeutende Beitrag unseres Starthilfe-Programms zur Förderung und Ausbildung benachteiligter Jugendlicher wurde anlässlich seines 20-jährigen Bestehens im November 2008 abermals von zahlreichen Vertretern aus Politik und Wirtschaft gewürdigt. Auch im Berichtsjahr bereiteten wir im Rahmen dieser wegweisenden Initiative 149 junge Menschen mit schulischen Defiziten an fünf deutschen Standorten auf eine qualifizierte Berufsausbildung vor.
Als Erfinder-Unternehmen setzen wir in hohem Maße auf die Ideen und Potenziale akademisch ausgebildeter Führungskräfte. Wir haben daher im Berichtsjahr in Deutschland erneut rund 300 Hochschulabsolventen verschiedener Fachrichtungen eingestellt. In den Vereinigten Staaten traten im gleichen Zeitraum über 1.000 Mitarbeiter mit unterschiedlichen akademischen Qualifikationen neu in unser Unternehmen ein, in China waren es mehr als 800 Beschäftigte, in Brasilien ca. 400, in Mexiko rund 300 und in Japan knapp 100 Neueinstellungen von Mitarbeitern mit Hochschulabschluss.
Neuausrichtung der Personalfunktion
Seit 2006 richtet der Bayer-Konzern mit dem Projekt „Transforming Human Resources“ seinen Personalbereich weltweit neu aus. Durch ein innovatives Funktionsmodell soll der Wertbeitrag der Personalfunktion zum operativen Geschäftserfolg erhöht sowie die Qualität und Effizienz der konzernweiten Personalprozesse gesteigert werden. Im Berichtsjahr konnten dabei mit der weiteren Einführung des neuen HR-Funktionsmodells in fünf südamerikanischen Ländern, in Großbritannien sowie in fünf deutschen Beteiligungsgesellschaften wichtige Fortschritte erzielt werden. Im Januar 2009 stellte zum Abschluss des Projekts in Deutschland auch die Bayer Schering Pharma AG die Personalarbeit auf die neuen Strukturen um. In den neuen Strukturen wurden im Jahr 2008 erstmals fünf zentrale Personalprozesse in über 70 Ländern und mehr als 160 Konzerngesellschaften nach einheitlichen Regelungen und Verfahren erfolgreich umgesetzt.