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Lagebericht

Gesellschaftliche Verantwortung

Gesellschaftliche Verantwortung ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie und Unternehmenspolitik von Bayer. Das Unternehmen versteht sich als Teil der Gesellschaft und fühlt sich verpflichtet, verantwortungsbewusst als „Good Corporate Citizen“ zu handeln. Das „Corporate Social Responsibility (CSR)“-Engagement von Bayer wird dokumentiert in zahlreichen Projekten, die das Unternehmen zum Teil seit Jahren in vielen Regionen der Welt organisiert oder unterstützt. Dafür stellte der Konzern im Jahr 2008 knapp 50 MIO € zur Verfügung. Schwerpunkte setzt Bayer in den Bereichen Bildung und Forschung, Umwelt und Natur, Soziales und Gesundheit sowie Sport und Kultur. Wir entwickeln unsere Projekte kontinuierlich inhaltlich weiter bzw. dehnen sie auf zusätzliche Länder aus.

Bildung und Forschung

Bayer legt traditionell großen Wert auf die Förderung von Bildung und Forschung als zentrale Faktoren der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Bayer ist als Unternehmen auf wissenschaftlich sehr gut ausgebildete Nachwuchskräfte angewiesen.
Die „Bayer Science & Education Foundation“ vergab im Jahr 2008 Fördergelder an herausragende Wissenschaftler, an exzellente Studierende, an engagierte Schüler sowie an Schulen für innovative Unterrichtsprojekte. Der mit 50.000 € dotierte Otto-Bayer-Preis ging 2008 an Prof. Dr. Thomas Carell vom Institut für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilians-Universität in München für seine Arbeiten zur DNA-Reparatur. Im Rahmen des Bayer-Klimaprogramms vergab die Stiftung im Jahr 2008 erstmals den neu gegründeten, mit ebenfalls 50.000 € ausgestatteten „Bayer Climate Award“ an Prof. Dr. em. Eberhard Jochem vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe. Damit ehrte Bayer den Wissenschaftler für seine wegweisenden Beiträge zur Energieeffizienz als zentralem Beitrag zur Einsparung von Treibhausgas-Emissionen. Der „Bayer Climate Award“ ist einer der ersten internationalen Preise eines Unternehmens für Grundlagenforschung der Klimawissenschaften.
Mit knapp 140.000 € förderte Bayer 23 begabte und engagierte Studierende im Bereich der Naturwissenschaften und der Medizin. Mit insgesamt rund 500.000 € unterstützte die Stiftung 47 Schulprojekte im Einzugsgebiet unserer Standorte mit dem Ziel, einen Beitrag zur Verbesserung der Bedingungen für den naturwissenschaftlichen Unterricht zu leisten. Zusätzlich ergänzte die Stiftung im Rahmen des Bayer-Klimaprogramms 2008 ihr Förderangebot durch Schüler-Stipendien für die Teilnahme an internationalen Nachhaltigkeits-Seminaren. Dem Bayer-Bildungsprogramm „Making Science Make Sense“ schloss sich im Jahr 2008 mit Dänemark ein weiteres Teilnehmerland an. So profitieren mittlerweile Schüler in 11 Ländern vom Einsatz der Bayer-Mitarbeiter, die in Schulen die Faszination und den Nutzen der Naturwissenschaften in anschaulichen Experimenten demonstrieren.

Umwelt und Natur

Umwelt- und Naturschutz haben bei Bayer seit Langem eine sehr hohe Bedeutung. Als international produzierendes Unternehmen sieht es Bayer als wesentlichen Teil seiner gesellschaftlichen Verantwortung, sich für den sorgfältigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen sowie den Schutz von Umwelt und Natur zu engagieren.
Auch im Jahr 2008 organisierten Bayer und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) wieder ein Dutzend Umweltprojekte für Jugendliche und Kinder im Rahmen ihrer globalen Partnerschaft zur Bildung in Umweltfragen. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktivitäten stand eine Versteigerung in New York (USA) mit ausgewählten Bildern zum Thema Klimawandel aus dem internationalen Kinder-Malwettbewerb, den beide Partner jedes Jahr gemeinsam veranstalten. Im Jahr 2008 nahmen mehr als 15.000 Kinder aus 90 Ländern an dem Wettbewerb teil. Der Erlös der verkauften Bilder kommt einem neu gegründeten, von UNICEF verwalteten Hilfsfonds für Kinder zugute, die durch klimabedingte Katastrophen in Not geraten sind. Zudem unterstützte Bayer das UN-Umweltprogramm bei der Ausrichtung der internationalen Kinder-Umweltkonferenz sowie von regionalen Jugend-Umweltkonferenzen.
Das von Bayer 1998 in Thailand ins Leben gerufene Programm „Junge Umweltbotschafter“ feierte sein 10-jähriges Bestehen. An der einwöchigen Studienreise nach Deutschland nahmen junge Umweltschützer aus mittlerweile 18 Ländern in Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Afrika teil. Am Fotowettbewerb „Ecology in Focus“ mit dem Thema „Maßnahmen gegen den Klimawandel“ beteiligten sich im Jahr 2008 knapp 1.000 junge Fotografen aus Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei.

Gesundheit und Soziales

Bayer engagiert sich in vielen Regionen der Welt für die Verbesserung der sozialen Verhältnisse und der Gesundheitsversorgung. Dadurch will das Unternehmen zu einem sozial stabilen Umfeld an seinen Unternehmensstandorten beitragen und helfen, globale Gesundheitsaufgaben zu lösen.
Die „Bayer Cares Foundation“, die Bayer-Stiftung für das soziale Engagement, unterstützte 21 gemeinnützige Projekte im Umfeld der Unternehmensstandorte mit insgesamt knapp 90.000 €. Damit honorierte die Bayer-Stiftung das ehrenamtliche Engagement von Mitarbeitern und Bürgern als zentrales Element eines lebendigen Gemeinwesens.
Die schnelle Hilfe für Menschen, die z.B. durch Naturkatastrophen in akute Not geraten sind, sowie nachhaltige Wiederaufbauprojekte sind das zweite dauerhafte Tätigkeitsgebiet dieser Bayer-Stiftung. So leistete Bayer für die Erdbebenopfer im chinesischen Sichuan Soforthilfe in Form von Medikamenten, Sach- und Geldspenden, zu denen auch unsere Mitarbeiter beigetragen haben. Daneben unterstützte die Stiftung auch den langfristigen Wiederaufbau, sodass sich die Bayer-Hilfe auf insgesamt mehr als 2,2 MIO € belief. Die Bayer Cares Foundation stellte in Kooperation mit dem Roten Kreuz und unter Einbringung des Konzern-Know-hows einem Schulzentrum mit über 7.000 Auszubildenden in der besonders schwer betroffenen Stadt Dujiangyan moderne Containergebäude für 20 Klassenräume, 50 Wohnungen sowie eine Krankenstation zur Verfügung.
Eine neue Kooperation im Gesundheitsbereich startete Bayer mit der US-amerikanischen Entwicklungsbehörde USAID (US Agency for International Development). Das Unternehmen wird USAID jährlich bis zu 110 Millionen Zyklen oraler Verhütungsmittel für Familienplanungsprogramme in Entwicklungsländern weltweit zu wesentlich reduzierten Preisen zur Verfügung stellen. Mehr als 8 Millionen Frauen wird dadurch pro Jahr der Zugang zu moderner und zuverlässiger hormonaler Empfängnisverhütung ermöglicht.

Kultur und Sport

Die Kulturförderung hat bei Bayer eine über 100-jährige Tradition. Über das breite Angebot der Bayer-Kulturabteilung sowie unsere Unterstützung für Vereine und Ensembles leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen Leben und zur Attraktivität unserer Standorte.
Auch im Bereich der Sportförderung engagiert sich Bayer bereits seit über 100 Jahren. Ein besonderes Augenmerk legen wir insbesondere im Rahmen unserer Vereinsarbeit auch auf die Förderung des Behindertensports. Zu den Höhepunkten des Jahres 2008 zählten die 13. Paralympics in Peking (China), bei denen die 13 Bayer-Behindertensportler 8 Medaillen gewannen.
Neben der Förderung der Behindertensportler als Teil unseres CSR-Engagements unterstützten wir 2008 auch den Hochleistungssport: 21 Bayer-Sportler nahmen an den 29. Olympischen Sommerspielen in Peking teil. Wie bei den Paralympics bildeten damit die Athleten des TSV Bayer 04 Leverkusen das größte Vereinskontingent weltweit.
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