26. Andere Rückstellungen
Die einzelnen Rückstellungskategorien haben sich im Geschäftsjahr 2008 wie folgt entwickelt:
| |
Steuern
|
Umwelt- schutz
| Re- struktu- rierung
| Kunden- und Liefe- ranten- verkehr | Rechts- streitig- keiten
|
Personal
|
Sonstige
|
Summe
|
|---|
| | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € |
31.12.2007 | 863 | 270 | 154 | 742 | 404 | 1.825 | 662 | 4.920 |
Konzernkreis- änderungen | -2
| -
| -
| 1
| -
| 2
| 14
| 15
|
Zuführung | 817 | 80 | 88 | 728 | 245 | 1.086 | 518 | 3.562 |
Inanspruchnahme | -819 | -34 | -49 | -537 | -227 | -1.154 | -599 | -3.419 |
Auflösung | -94 | -15 | -16 | -134 | -57 | -100 | -134 | -550 |
Aufzinsung | 12 | 5 | - | 1 | 5 | 24 | 3 | 50 |
Währungs- änderungen | -41
| -8
| -2
| 5
| -29
| 6
| 5
| -64
|
31.12.2008 | 736 | 298 | 175 | 806 | 341 | 1.689 | 469 | 4.514 |
Die erwarteten Mittelabflüsse für die im Geschäftsjahr 2008 bilanzierten Rückstellungen ergeben sich wie folgt:
| |
Steuern
|
Umwelt- schutz
| Re- struktu- rierung
| Kunden- und Liefe- ranten- verkehr | Rechts- streitig- keiten
|
Personal
|
Sonstige
|
Summe
|
|---|
| | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € |
2009 | 633 | 53 | 101 | 801 | 141 | 1.097 | 337 | 3.163 |
2010 | 18 | 8 | 65 | 1 | 82 | 77 | 43 | 294 |
2011 | - | 14 | 4 | - | 17 | 82 | 19 | 136 |
2012 | - | 2 | 1 | - | - | 31 | 12 | 46 |
2013 | - | 3 | - | - | 1 | 27 | 25 | 56 |
2014 und später | 85 | 218 | 4 | 4 | 100 | 375 | 33 | 819 |
Gesamt | 736 | 298 | 175 | 806 | 341 | 1.689 | 469 | 4.514 |
Den Rückstellungen stehen Erstattungsansprüche in Höhe von 69 MIO € (Vorjahr: 59 MIO €) gegenüber, die als Forderung aktiviert wurden. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf Umweltschutzmaßnahmen.
Die Rückstellungen für Steuern umfassen Rückstellungen für Ertragsteuern in Höhe von 676 MIO € (Vorjahr: 774 MIO €) sowie Rückstellungen für sonstige Steuerarten in Höhe von 60 MIO € (Vorjahr: 89 MIO €).
Weitere Ertragsteuerverpflichtungen gemäß IAS 12 bestehen zum Ende des Berichtsjahres in Höhe der bilanzierten Ertragsteuerverbindlichkeiten von 65 MIO € (Vorjahr: 56 MIO €).
Die Rückstellungen für Umweltschutz betreffen im Wesentlichen die Sanierung von kontaminierten Standorten, die Nachrüstung von Deponien sowie Rekultivierungs- und Wasserschutzmaßnahmen.
Von den Rückstellungen für Restrukturierungen entfielen 139 MIO € auf Abfindungen und 36 MIO € auf sonstige Kosten, die sich im Wesentlichen aus Abrisskosten sowie sonstigen mit der Aufgabe von Produktionseinrichtungen verbundenen Kosten zusammensetzen.
Die wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2008 entfallen auf vier große Projekte.
Mit dem im Jahr 2005 begonnenen Projekt „Transforming Human Resources“ (THR) verfolgt der Bayer-Konzern das Ziel, sein Personalwesen durch Einführung eines innovativen Funktionsmodells weltweit einheitlich zu gestalten. Die neuen Strukturen ermöglichen eine bessere und zugleich effizientere Betreuung der Mitarbeiter und damit einen größeren Beitrag zum Unternehmenserfolg. Seit Oktober 2006 werden das neue Funktionsmodell und die dazugehörigen Organisationseinheiten schrittweise in 162 Gesellschaften des Bayer-Konzerns weltweit eingeführt. Nach derzeitiger Planung wird das Projekt im Laufe des Jahres 2010 abgeschlossen sein. Die gesamten Restrukturierungsaufwendungen für das Projekt „Transforming Human Resources“ (THR) betrugen im Jahr 2008 32 MIO €, wovon 1 MIO € auf Abfindungen und 31 MIO € auf sonstige Restrukturierungsaufwendungen entfielen. Die Restrukturierungsrückstellungen beliefen sich zum 31. Dezember 2008 auf 1 MIO €.
Das im Herbst 2007 begonnene Restrukturierungsprogramm (Projektname RIVER) zur Optimierung der Kostenstrukturen und nachhaltigen Steigerung der Effizienz des Teilkonzerns Bayer MaterialScience wurde im Jahr 2008 wie geplant fortgeführt. Wesentliche Einzelmaßnahmen fanden in Nordamerika und Europa statt. In Nordamerika wurden neben einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen wesentliche Effizienzsteigerungen in den USA am Standort Pittsburgh, Pennsylvania, in den Verwaltungsaktivitäten realisiert sowie der Abbau der Kapazitäten für Methylendiphenyl-Diisocyanat am Produktionsstandort in New Martinsville, West Virginia, wie geplant fortgesetzt. In Deutschland war vor allem der Standort Leverkusen durch Optimierungen in der Verwaltung betroffen. Die gesamten Restrukturierungsaufwendungen für dieses Projekt betrugen im Berichtsjahr 49 MIO €. Davon entfielen 21 MIO € auf Abfindungen, 2 MIO € auf außerplanmäßige Abschreibungen und 26 MIO € auf sonstige Restrukturierungsaufwendungen. Die Restrukturierungsrückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2008 30 MIO €.
Im Laufe des Jahres 2008 wurde im Teilkonzern Bayer CropScience das im August 2006 beschlossene Restrukturierungsprogramm (Projektname NEW) zur nachhaltigen Steigerung der Effizienz wie geplant weitergeführt. In dessen Rahmen ist im Berichtsjahr ein Restrukturierungsaufwand in Höhe von 166 MIO € angefallen, wovon 51 MIO € auf personalbezogene Sachverhalte, 13 MIO € auf außerplanmäßige Abschreibungen und 102 MIO € auf sonstige Restrukturierungskosten zurückzuführen sind. Die Restrukturierungsrückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2008 73 MIO €.
Bedeutende Einzelmaßnahmen fanden in den usa, Frankreich und Deutschland statt. Dazu zählten insbesondere die Konzentration der US-amerikanischen Produktionskapazitäten auf die Standorte in Kansas City, Missouri und Institute, West Virginia. Zusätzlich wurden die weltweiten Forschungsaktivitäten weiter konzentriert, was zu Restrukturierungsaufwendungen in Frankreich geführt hat. In Deutschland umfassten die Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen des NEW-Projekts insbesondere die Veräußerung der Formulier- und Konfektionieranlagen und des Logistikzentrums am Standort in Wolfenbüttel.
In der Division Bayer Schering Pharma wurden auch in 2008 Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt, die nach der Akquisition der Schering AG 2006 gestartet wurden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, im Rahmen des Integrationsprozesses die Pharma-Aktivitäten des Bayer-Konzerns zu konsolidieren und die Geschäfte einheitlich im Konzerninteresse zu führen. Für diese und weitere Maßnahmen bestanden zum 31. Dezember 2008 Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 54 MIO €.
Die Integration lokaler Tochtergesellschaften der Bayer Schering Pharma AG in bestehende Bayer-Tochtergesellschaften wurde weitestgehend abgeschlossen. Außendienste und Marketingfunktionen der jeweiligen Bayer- sowie ehemaligen Schering-Gesellschaften wurden zusammengeführt, Standorte zusammengelegt und IT-Systeme harmonisiert. Die Konsolidierung der weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Deutschland an den Standorten Berlin und Wuppertal sowie in den USA am Standort Berkeley, Kalifornien, wurde fortgesetzt.
Die Gesamtaufwendungen für die Schering-Integrationsmaßnahmen betrugen im Berichtsjahr 157 MIO €. Hiervon entfielen 53 MIO € auf Abfindungen, 46 MIO € auf beschleunigte und außerplanmäßige Abschreibungen und 58 MIO € auf sonstige Restrukturierungsaufwendungen.
Die Rückstellungen für Kunden- und Lieferantenverkehr umfassen Rückstellungen für Rabatte, Skonti und andere Verkaufspreisanpassungen, für Produktrücknahmen, für ausstehende Eingangsrechnungen und für drohende Verluste bzw. belastende Verträge.
Die aus heutiger Sicht wesentlichen Rechtsrisiken werden in Anhangsangabe [32.] dargestellt.
Mit den Personalrückstellungen wird bilanzielle Vorsorge vor allem für variable und individuelle Einmalzahlungen, Überschüsse auf Langzeitkonten, Zahlungen aufgrund von Mitarbeiterjubiläen sowie sonstige Personalkosten getroffen. Ferner sind hier die Verpflichtungen aus aktienbasierter Entlohnung ausgewiesen.
Die Aktienprogramme des Bayer-Konzerns können in Einzel- und Kollektivzusagen unterteilt werden. Einzelzusagen im Rahmen der aktienbasierten Entlohnung eröffnen dem Unternehmen die Möglichkeit, Vergütungsbestandteile an den Aktienkurs oder an dessen zukünftige Wertentwicklung zu knüpfen. Die Zusage kann dabei vom Erreichen der vereinbarten Ziele oder ausschließlich von der Dienstzeit abhängig sein. Die Kollektivzusagen sind nach Mitarbeitergruppen differenziert. Für Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der oberen Führungsebene wurde in den Jahren 2001 bis 2004 ein Programm aufgelegt, welches in Grundzügen einem Aktien-Optionsprogramm mit variablen aktienbasierten Ausschüttungen entspricht. Für dieses Programm ist ein Barausgleich vorgesehen. Für das mittlere Management wurde ein Aktien-Incentiveprogramm, für die weiteren Mitarbeitergruppen ein Aktien-Beteiligungsprogramm begeben. Seit dem Jahr 2005 besteht für das obere und mittlere Management das Programm „Aspire“ mit zwei unterschiedlichen auf den folgenden Seiten erläuterten Ausprägungen. Für das übrige Management sowie die Tarifmitarbeiter wird seit 2005 ein jährliches Aktien-Beteiligungsprogramm (im abgelaufenen Geschäftsjahr „ABP 2008“) angeboten, bei welchem Bayer einen Zuschuss für ein Eigeninvestment in Aktien gewährt.
Grundsätzlich werden – wie für Vergütungssysteme mit Barausgleich vorgesehen – alle Verpflichtungen, die aus den aktienbasierten Programmen hervorgehen, durch Rückstellungen berücksichtigt, deren Höhe zum Bilanzstichtag dem beizulegenden Zeitwert der jeweils erdienten Anteile der jeweiligen Zusagen an die Mitarbeitergruppen entspricht. Für alle bestehenden aktienbasierten Entlohnungssysteme werden daraus resultierende Rückstellungsveränderungen aufwandswirksam erfasst.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der für die jeweiligen Programme gebildeten Rückstellungen:
| | Aktien- Options- programm
| Aktien- Incentive- programm
| Aktien- Beteili- gungs- programm |
Aspire I
|
Aspire II
|
Summe
|
|---|
| | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € |
31.12.2007 | 11 | 4 | 17 | 58 | 60 | 150 |
Zuführung | 2 | - | 1 | 12 | 3 | 18 |
Inanspruchnahme | -8 | -1 | -6 | -27 | -29 | -71 |
Auflösung | -3 | -1 | -3 | -3 | -2 | -12 |
Währungsänderungen | - | - | - | 1 | 1 | 2 |
31.12.2008 | 2 | 2 | 9 | 41 | 33 | 87 |
Auf Basis individueller Zusagen bestanden zum Jahresende 2008 Rückstellungen in Höhe von 10 MIO € (Vorjahr: 11 MIO €). Diesen lagen dieselben Bewertungsparameter wie für die standardisierten Pläne zugrunde.
Die Höhe des beizulegenden Zeitwerts der Verpflichtungen aus den aktienbasierten Programmen bzw. Einzelplänen wurde auf der Grundlage einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt, die auf folgenden wesentlichen Parametern basierte:
| | 2007 | 2008 |
|---|
Dividendenrendite | 1,91 % | 3,80 % |
Risikoloser Zinssatz | 4,06 % | 1,93 % |
Volatilität Bayer-Aktie | 22,19 % | 31,56 % |
Volatilität Euro Stoxx 50SM | 13,83 % | 25,72 % |
Korrelation zwischen dem Bayer-Aktienkurs und dem Euro Stoxx 50SM | 0,54 | 0,68 |
Der erwartete Ausübungszeitraum beträgt drei bis fünf Jahre.
Langfristiges Vergütungsprogramm für Mitglieder des Vorstands sowie für die obere Führungsebene (Aspire I)
Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der oberen Führungsebene sind zur Teilnahme an Aspire I berechtigt, soweit sie nach vorgegebenen Richtlinien eine individuell festgelegte Anzahl an Bayer-Aktien erwerben und dieses Eigeninvestment über die Programmlaufzeit halten. Bemessungsbasis für Aspire I ist ein individueller, positionsabhängiger Prozentwert vom jährlichen Grundgehalt (Aspire-Zielbetrag). In Abhängigkeit von der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie sowie von der relativen Performance im Vergleich zum Aktienindex Dow Jones EUR STOXX 50SM, jeweils bezogen auf eine dreijährige Performance-Periode, wird nach Ablauf des Programms an die Teilnehmer ein Betrag von maximal 200 % des Aspire-Zielbetrags ausgezahlt.
Langfristiges Vergütungsprogramm für das mittlere Management (Aspire II)
Für die übrigen Führungskräfte wird Aspire II angeboten. Es entspricht in seinen Grundzügen Aspire i. Im Gegensatz zu diesem ist ein Eigeninvestment in Bayer-Aktien allerdings nicht erforderlich. Zudem wird die Performance ausschließlich an der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie gemessen. Der maximal erreichbare Ertrag ist auf 150 % des Aspire-Zielbetrags begrenzt.
Aktien-Beteiligungsprogramm für das übrige Management bzw. für die Tarifmitarbeiter (ABP 2008)
Im Rahmen des Aktien-Beteiligungsprogramms gewährte Bayer Mitarbeitern zum Eigeninvestment einen Abschlag von 15 % auf den Tagestiefstkurs am 11. August 2008. Abhängig von dem Funktionseinkommen und der Entgeltgruppe konnten vergünstigte Aktien bis zu einem Wert von maximal 10.000 € erworben werden. Die im Rahmen des Aktien-Beteiligungsprogramms 2008 erworbenen Aktien können nicht vor dem 31. Dezember 2009 veräußert werden. Im Jahr 2008 wurden im Rahmen des ABP 2008 insgesamt 632.117 Bayer-Aktien durch die Teilnehmer gezeichnet.
Aktienprogramme der Jahre 2000–2004
Die für die Jahre 2000 bis 2004 bestehenden Aktienprogramme basieren jeweils auf ähnlichen Grundstrukturen für die jeweilige Mitarbeitergruppe. Die entsprechenden Verpflichtungen werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert im Abschluss berücksichtigt. Der Anspruch auf Ausschüttungen aus diesen Programmen ist an die Bedingung geknüpft, dass die Bayer-Aktien über die Programmlaufzeit gehalten werden.
Die bis zum 31. Dezember 2004 ausgegebenen Programme sind in der folgenden Übersicht zusammengefasst:
| | Aktien- Options- Programme
| Aktien- Incentive- Programme
| Aktien- Beteiligungs- programme |
|---|
Ausgabejahr | 2003–2004 | 2000–2004 | 2000–2004 |
Ursprüngliche Laufzeit in Jahren | 5 | 10 | 10 |
Sperrfrist bzw. Zuteilungstermine ab Ausgabe in Jahren | 3 | 2/6/10 | 2/6/10 |
Basiskurs | 0 | 0 | 0 |
Performance-Kriterium | ja | ja | nein |
Aktien-Optionsprogramm (2002–2004)
Für jedes Mitglied des Vorstands sowie für die oberen Führungskräfte, die sich zur Teilnahme an dem Aktien-Optionsprogramm entschlossen haben, wurde festgelegt, wie viele Aktien höchstens in das Programm eingebracht werden durften.
Das Aktien-Optionsprogramm unterliegt einer dreijährigen Sperrfrist. Ihr folgt eine zweijährige Ausübungsperiode. Alle bis zum Ende der Ausübungsperiode nicht ausgeübten Optionsrechte verfallen. Das Recht, die Optionen auszuüben, sowie der finanzielle Betrag, der jedem einzelnen Teilnehmer bei Ausübung seiner Optionsrechte zusteht, hängen von der absoluten und relativen Performance der Bayer-Aktie ab.
Für die Tranchen 2003 und 2004 hat jeder Teilnehmer bis zu drei Optionen pro eingebrachter Aktie, die im Mitarbeiterdepot verwahrt werden, erhalten. Pro Option werden nach Erreichen von Performance- und Outperformance-Zielen der Gegenwert einer Bayer-Aktie im Ausübungszeitpunkt und eine Outperformance-Prämie ausgezahlt.
Alle Aktienoptionen aus der Tranche 2003, die am 31. August 2008 auslief, wurden ausgeübt. Die Aktienoptionen aus der Tranche 2004 wurden teilweise ausgeübt und sind weiterhin ausübbar. Ihr innerer Wert betrug zum Bilanzstichtag 2 MIO €.
Aktien-Incentiveprogramm (2000– 2004)
Teilnahmeberechtigt waren grundsätzlich Mitglieder des mittleren Managements. Teilnahmevoraussetzung für das Programm war ein Eigeninvestment in Aktien durch die einzelnen Mitarbeiter. Die maximale Anzahl der Eigeninvestment-Aktien war abhängig von der individuellen variablen Vergütung eines jeden Mitarbeiters sowie vom Aktienkurs zum jeweiligen Zeitpunkt der Zusage. Anders als beim Aktien-Optionsprogramm können die Aktien während der noch andauernden Programmlaufzeit verkauft werden, wobei die verkauften Aktien am darauf folgenden Incentivierungstermin dann nicht mehr Teil der Bemessungsgrundlage sind. Die Laufzeit des Aktien-Incentiveprogramms beträgt zehn Jahre mit insgesamt drei Incentivierungsstichtagen.
Die Teilnehmer erhalten nur dann eine Incentivierungszahlung über die Laufzeit des Programms, wenn der prozentuale Kursanstieg der Bayer-Aktie an den betreffenden Incentivierungsstichtagen über dem des EURO STOXX 50SM-Index liegt. Sind die Incentivierungsbedingungen erfüllt, erhält der Mitarbeiter am Ende von zwei Jahren eine Incentivierungszahlung in Höhe des Gegenwerts von zwei Bayer-Aktien pro zehn eingebrachter und im Mitarbeiter-Depot weiterhin gehaltener Bayer-Aktien, am Ende des sechsten Jahres von vier Bayer-Aktien und am Ende des zehnten Jahres von weiteren vier Bayer-Aktien.
Aktien-Beteiligungsprogramm (2000–2004)
Teilnahmeberechtigt waren grundsätzlich sämtliche Tarifmitarbeiter sowie das übrige Management. Im Vergleich zum Incentiveprogramm ist die Incentivierungszahlung an allen drei Incentivierungsstichtagen halbiert und erfolgt unabhängig von der Performance der Bayer-Aktie.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen, Produkthaftung, Entsorgungsverpflichtungen – sofern nicht als Rückstellung für Umweltschutz erfasst – Eventualverbindlichkeiten aus Akquisitionen sowie Rückstellungen für sonstige Verbindlichkeiten.
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